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Bewerbungsunterlagen professionell gestalten

 

Die perfekte Bewerbung

Die Bestandteile einer Initiativ- sowie einer Online- oder postalischen Bewerbung sind:

  • ggf. Deckblatt mit Foto
  • Anschreiben
  • Lebenslauf
    Kopien von Ausbildungs-, Arbeits- bzw. Praktikumszeugnissen

BEWERBUNGSFOTO. Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland zwar nicht verpflichtend, wird aber häufig erwartet. Als Ergänzung der Unterlagen unterstreicht es die Professionalität des Bewerbers und betont die Ernsthaftigkeit der Bewerbung.

Für das „perfekte“ Foto sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

Gehen Sie zu einem professionellen Fotografen und verwenden Sie keine Automatenbilder oder private Schnappschüsse. Mit einem professionellen Foto unterstreichen Sie Ihre Kompetenz und die Ernsthaftigkeit Ihrer Bewerbung. Je höher dabei die angestrebte Position ist, umso hochwertiger sollte auch das Foto sein.

Ob das Foto farbig oder eine Schwarz-Weiß-Aufnahme sein soll, hängt vor allem vom persönlichen Geschmack des Bewerbers ab, unterliegt aber auch den neuesten Trends bei den Fotografen. Wichtig sind vor allem ein freundlicher, präsenter Gesichtsausdruck sowie ein klarer Blick zum Betrachter. Vor allem Brillenträger sollten daher darauf achten, dass die Augen nicht vom Brillengestell überschattet werden oder die Gläser reflektieren und kein direkter Blickkontakt möglich ist.

Das Foto sollte außerdem auf den zukünftigen Arbeitgeber bzw. die angestrebte Branche abgestimmt sein. In kreativen Berufen können Sie experimentierfreudiger sein, in Unternehmen, die sehr viel Wert auf Tradition oder Seriosität legen, sollten Sie sich lieber für ein klassisches Portrait entscheiden. Ein guter Fotograf wird Sie entsprechend beraten und auch Ihre Kleidung auf die zukünftige Position abstimmen. Generell gilt für die Kleidung: tragen Sie für das Bewerbungsfoto ein Outfit, das Sie auch zum Bewerbungsgespräch anziehen würden (aber nicht zwingend das Gleiche) und welches zu Branche und Firma passt. Nach Möglichkeit können Sie auch eine Auswahl an Kleidung zum Fotografen mitbringen, um gemeinsam über das beste Outfit zu entscheiden. Einen guten Anhaltspunkt, wie der Dresscode der Firma aussieht, bieten Mitarbeiterfotos auf der Unternehmenshomepage.

ANSCHREIBEN. Jedes Anschreiben besteht letztlich aus den gleichen Basis-Elementen, die für gewöhnlich auch immer an der gleichen Stelle zu finden sind. Der Inhalt lässt sich dagegen niemals bei zwei verschiedenen Bewerbungen verwenden, da die Anforderungen und Gewichtung von Kenntnissen von Arbeitgeber zu Arbeitgeber meist verschieden sind. Das Anschreiben muss daher für jedes Unternehmen individuell angepasst werden. Jedes Anschreiben besteht aus folgenden Bausteinen:

  • Absender
    Ihr Name, die Adresse, Telefon und E-Mail. Beachten Sie hierbei die DIN Formatierungsnormen eines Briefkopfes.
  • Adressat
    Name der Firma, Ansprechpartner (versuchen Sie zu ermitteln, wer für die Bewerbungen zuständig ist), Adresse der Firma
  • Betreff
    Grafisch hervorgehobene Kurzfassung Ihres Anliegens, beinhaltet außerdem die Referenznummer der Stellenausschreibung
  • Anrede
    Die Anrede sollte persönlich sein, meist „Sehr geehrte Frau…“ oder „Sehr geehrter Herr…“
  • Einleitungsteil
    Hier schildern Sie nach einem Einleitungsabsatz den Grund Ihres Schreibens, Ihre Motivation für die Stelle und Ihr Interesse für das Unternehmen.
  • 2–3 Textteile
    Gehen Sie in den Textteilen explizit auf die Punkte der Stellenausschreibung ein und erläutern Sie Ihre für den Job relevanten Fähigkeiten. Im ersten Absatz schildern Sie Ihre aktuelle Situation, im zweiten Absatz Ihre fachlichen Qualifikationen und im dritten Absatz idealerweise Ihre Soft-Skills.
  • Abschlusssatz
    Hier können Sie Ihren frühestmöglichen Eintrittstermin und ggf. Referenzpersonen nennen und Ihre Gehaltsvorstellungen zum Ausdruck bringen, sofern dies in der Ausschreibung gefordert wird. Außerdem können Sie abschließend klar machen, dass Sie sich auf eine Antwort des Unternehmens freuen.
  • Grußformel und Name
    Die Unterschrift sollte in jedem Fall handschriftlich erfolgen. Handelt es sich um eine Online Bewerbung dann sollten Sie in das Dokument eine digitale Unterschrift einfügen.

LEBENSLAUF. Der Lebenslauf ist Ihre Eintrittskarte zu einem Vorstellungsgespräch. Hier müssen Sie – zusammen mit einem gelungenen Anschreiben – den Personaler auf kleinstem Raum von sich überzeugen.

  • Layout
    Wichtig bei der Gestaltung des Lebenslaufs ist die Kürze und Klarheit der Struktur. Auf zwei DIN A4 Seiten müssen Sie sich selbst und Ihre Erfahrungen bestmöglich verkaufen. Achten Sie daher bei der Gestaltung auf ein sparsames, aber dennoch ansprechendes Layout. Hierbei können Sie gerne kreativ sein, jedoch sollten Sie das Layout stets an die Art der Stelle anpassen. Sorgen Sie für eine klare und übersichtliche Gliederung der einzelnen Teile Ihres Lebenslaufs. Nicht jeder Lebenslauf muss in Times New Roman oder Arial gesetzt werden, da man diese Schriftarten bei nahezu jedem Dokument, das mit Word erstellt wurde, sieht. Als Schriftgröße sollten Sie sich (je nach Schriftart) zwischen 9 und 12 Punkt bewegen.
  • Aufbau
    Zunächst müssen Sie sich entscheiden, ob Sie Ihren Lebenslauf chronologisch (also beginnend mit der Schulbildung) oder gegenchronologisch (beginnend mit dem aktuellen Job/dem Hochschulabschluss) aufbauen. Während in Deutschland die chronologische Variante in den letzten Jahrzehnten die gängige war, bevorzugen mittlerweile auch immer mehr hiesige Firmen bzw. Personaler die gegenchronologische, amerikanische Variante, da auf diese Weise die wirklich relevanten Angaben gleich zu Beginn und ohne Suchen zu finden sind. Bei Ihrer beruflichen Erfahrung sollten Sie immer den Arbeitgeber, die genaue Dauer der Beschäftigung und ihre Aufgaben(-bereiche) beschreiben. Zur Ausbildung gehören natürlich neben der Dauer auch die Studienfächer, Schwerpunkte und die Abschlussnote(n) bzw. die aktuelle Durchschnittsnote. Sollten Sie sich entscheiden, keine Noten anzugeben, sollten Sie dies auch nicht bei anderen Referenzen oder Abschlüssen tun, da sonst der Eindruck entsteht, dass sie gewisse Noten verheimlichen wollen.
  • Zeugnisse
    Die Zeugnisse, die Sie Ihrer Bewerbung beifügen, sollten grundsätzlich in derselben Reihenfolge beigefügt werden, wie sie auch auf dem Lebenslauf erscheinen. Beachten Sie dabei die Relevanz der Zeugnisse: Einige Zeugnisse müssen bei jeder Bewerbung zu finden sein, wohingegen andere je nach Anforderungen der jeweiligen Stelle hinzugefügt oder auch weggelassen werden können. Zeugnisse, die in keiner Bewerbungsmappe fehlen sollten sind: Arbeitszeugnisse von bisherigen Arbeitgebern (soweit schon vorhanden); Abschlusszeugnisse der Hochschule; Abiturzeugnis (nach mehreren Jahren Berufserfahrung nicht mehr nötig); Praktikumszeugnisse von relevanten Stellen; Zusatzqualifikationen, die für die Stelle relevant sind (z.B. Computer-Kurse, Schlüsselqualifikationen etc.).

Links zum Weiterlesen

Literatur zum Weiterlesen

  • Engst, J. (2015). Professionelles Bewerben. Von der Stellensuche zum erfolgreichen Vorstellungsgespräch (Duden-Ratgeber, 3., aktualisierte und überab. Aufl.). Berlin: Dudenverl.
  • Klütsch, A. (2011). Bewerben für Hochschulabsolventen. C.H. Beck oHG.
  • Lüdemann, C. & Lüdemann, H. (2009). Karrierestrategien für Studenten: die Grundsteine für ihren Berufseinstieg. München: Redline Wirtschaft.
  • Püttjer, C. & Schnierda, U. (2008). Das große Bewerbungshandbuch. (Limitierte Sonderausg). Frankfurt, M: Campus-Verl.

Tipp
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